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Willkommen bei Rotpunkt - KPÖ Margareten Sunday, 24. September 2017 @ 08:43

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Margaretenbad

Margareten
  • Monday, 13. June 2005 @ 17:26
Schiefgegangen ist es vorerst einmal mit dem Badengehen in Margareten. In Kürze die Fakten:
Die SPÖ beauftragte vor 15 Jahren den Baumeister und Bautycoon Rogner, mit Steuergeldern das Margaretenbad zu bauen.
Sie überließ ihm als Pächter die Führung des Betriebs. Wie von uns vorhergesagt, ließ er das, weit über den Bezirk hinaus bekannte und geschätzte Familienbad am Schluss verkommen und ging in Konkurs.
Aufgabe der Wiener und der Bezirks SPÖ wäre es nun gewesen, eine Lösung für die Weiterführung des Betriebs zu finden.
Dazu hat nicht nur ein Baurechtsvertrag den Bürgermeister und die Ekazent als Hausbesitzer gezwungen, sondern auch die soziale Verantwortung gegenüber den BenutzerInnen und den im Betrieb Arbeitenden.
Der Verantwortung wurde nicht nachgekommen. Im Gegenteil.
Es wurden geltende Verträge nicht eingehalten.
Es wurde behauptet, es gäbe keinen Bedarf.
Es wurde die Suche nach einem neuen Betreiber vorgetäuscht.
Und selbst das hätte man sich erspart, wenn nicht das Komitee “Rettet das Margaretenbad” mehr als 10.000 UnterstützerInnen für die Weiterführung mobilisiert hätte.
Statt klammheimlich das Gemeindebad dem Nobel-Fitness-Betreiber John Harris zuzuschieben musste sich dieser nun verpflichten ein kleines Becken in seinen geplanten Betrieb mit einbeziehen.
Verkauft wurde dieses skandalöse Verscherbeln des gemeindeeigenen Familienbades als Erfolg.
Unter dem Druck einer sehr zornigen Bürgerversammlung sprach der Vertreter von John Harris von der Möglichkeit sozialer Tarife.
“Ein bahnbrechendes Projekt könnte das werden.”
Was gebrochen wurde, war auch dieses Wort für eine akzetable Lösung.
Soziale Tarife seien für den neuen Betreiber unzumutbar, ließ uns Bezirksvorsteher Wimmer wissen.

Wir meinen:
Unzumutbar ist,
wie der Wille von 10 000 einfach ignoriert wird,
wie die SPÖ ihr kommunales Sozialabbau und Privatisierungsprogramm gegen den dokumentierten Willen der ArbeiterInnen und BewohnerInnen durchzieht.
Unzumutbar ist die Rolle, die Herr Wimmer bei der Defactoschliessung des Familienbades gespielt hat,
der als Musterschüler des selbsternannten Musterbezirks die Order der SP Stadträte brav durchführte,
und allen ernstes die 10.000 UnterzeichnerInnen beschuldigte, selbst an der Misere schuld zu sein weil sie vorher nicht für eine profitable Auslastung des Bades gesorgt hätten.
Unzumutbar ist letztlich, zu glauben, aus Margareten wird dadurch ein “so genannter”
ehemaliger Arbeiterbezirk, indem man Kultur, Sport und Freizeitangebote für ein kaufkräftiges Publikum schafft, und keines für normale oder schmale Börsel.
Das ist der Weg von der sozialistischen zur sozialdemokratischen zur Seitenblicke-Szenepartei.
Aber nicht der Margaretner Weg.

Über verschüttete Milch zu reden bringt nichts.
Wie soll es weitergehen, ist die Frage.

Unser 1. Baustein für ein Zukunfts-Margareten, ist daher, die Wiederherstellung des Margaretner Familienbades nach dem Willen der 10.000 UnterzeichnerInnen und die Übernehme des Betriebs durch die Gemeinde Wien.
Wir haben vorausgesagt, dass Rogner verduften wird und wir trauen uns zu wetten, dass sich auch der noble Bodybuilder wieder aus Margareten verabschieden wird.
Dann wird die Frage wieder aufs neue stehen.
Packen wir’s an. Dann wird es einmal heißen: Es wird ein Bad sein, und Wimmer wird nimmer sein.

Dazu brauchen wir viel roten Pfeffer, damit sich in Margareten was bewegt.