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Willkommen bei Rotpunkt - KPÖ Margareten Tuesday, 21. November 2017 @ 01:59

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Einsiedlerplatz

Standpunkte
  • Monday, 13. June 2005 @ 17:29
Bereits vor 10 Jahren hat man festgestellt, dass dieser Bezirksteil von Margareten eine der schlechtesten Wohngegenden Wiens ist. Jede 5te Wohnung hat das Klo am Gang und kein Bad. Auch Lifts, die besonders die älteren Menschen brauchen würden werden nicht gebaut. Hier leben viele ImmigantInnen und ausländische Kollegen, die keine Staatsbürgerschaft haben und daher nicht in den Gemeindebau dürfen.
Die Gebietsbetreuung tut sicher ihr Bestes, aber ihr sind die Hände gebunden, da es alleine von den privaten Hausbesitzern abhängt, ob etwas verbessert wird. Und die profitieren offensichtlich von den schlechten Wohnungen genug und sind nicht bereit etwas zu tun.

Das wollen wir ändern. Wir wollen, dass es in Margareten in der Zukunft keine Kategorie D und C Wohnungen mehr gibt. Dass jeder Haushalt WC und Bad in der Wohnung hat.
Drum wollen wir uns für ein Sonder-Wohnungs-Sanierungsprogramm stark machen,
das auch sicherstellt, dass die Mieter keine höheren Mieten zahlen oder die Wohnung verlassen müssen.
Wie soll das gehen.
Wir wollen, dass die Mieter die Mittel des Althaussanierungsfonds zur Wohnungsverbesserung in Anspruch nehmen können, dass einen weiteren Teil der Kosten die Gemeinde übernimmt und dass der Rest durch Eigenleistung eingebracht werden kann.
Damit wäre den Bewohnern und der lokalen Bauwirtschaft gedient und Margareten hätte keine Gegenden mehr, die immer verkommen, verslummen, Wettbüros und Umweltbelastungen aller Art nach sich ziehen und die Lebensqualität jedes einzelnen vermindern.

Ein besonderes Anliegen sind uns die Wohnungen für junge Menschen.
Sie sind unsere Zukunft. Und wie wird mit dieser Zukunft umgegangen?
Viele Betriebe wollen sich keine Ausbildung der Jungen mehr leisten.
Aber ausgebildete Arbeiter wollen sie schon.
Viele Junge verlassen die Schule ohne Beurteilung.
Das ist Nicht genügend.
Die Jungen brauchen Möglichkeiten, sich kulturell und sportlich zu entwickeln.
Und dieser Bezirk meint, dass dazu einige Spielkäfige und ein Jugendzentrum das aus allen Nähten platzt reicht.

Ich bin der Meinung das reicht nicht.
Ebensowenig wie das Geld reicht, auf dem sogenannten “freien“ Markt zu einer Wohnung zu kommen.
Daher bleiben die Jungen immer länger bei ihren Eltern wohnen,
Wir wollen daher mindestens 100 junge Wohnungen, die weit unter dem Marktpreis zur Verfügung gestellt werden sollen.
Mit dieser Forderung werden wir die Bezirksvorstehung solange konfrontieren, bis sie
Margareten wirklich zum vorbildlichen sozialen Musterbezirk entwickelt.

Zum Wohnen braucht es aber auch eine attraktive Infrastruktur.
Deswegen nehmen wir den Wusch vieler nach einem Freibad im Einsiedlerpark auf.
Mit diesem Bau eines kleinen Freibades wären zwei Fliegen auf einem Schlag erwischt.
Es ist im langfristigen Bäderkonzept der Gemeinde vorgesehen, kleine und unprofitable
Sauna und Badeanstalten zu schließen. Daraus ergibt sich früher oder später auch eine Gefahr für die Einsiedler-Sauna.
Und was bei Gefahr in Verzug vom Herrn Bezirksvorsteher zu erwarten ist, wissen mittlerweile 10.000, die für das Margaretenbades unterschrieben haben und dafür von Herrn Wimmer noch beschimpft wurden, während er die Forderung nach sozialen Tarifen im Fitness Club Harris als unzumutbar für den Luxus-Fitness-Betreiber zurückweist.
Also nichts.
Die Erweiterung der Einsiedlerparkanlage würde die Sauna langfristig sichern und die Lebensqualität, speziell der Jungen und Familien erhöhen.

Zur Notwendigen Steigerung der Lebensqualität in diesem Viertel gehört auch, Maßnahmen für die Sicherheit der Menschen im weitesten Sinne zu ergreifen.

Ein Baustein sollte die Schaffung von Konfliktregelungsstellen sein, an die man sich bei Konflikten aller Art wenden kann, die ein offenes Ohr für die tatsächlichen Probleme der Mensch hat und in denen alle notwenigen Informationen erhältlich sind.
Je stärker die soziale Unsicherheit durch die neoliberale kapitalistische Wirtschaftsdiktatur wird, desto wichtiger wird der Ausbau solidarischer Netzwerke, Strukturen und Vereinigungen, die die Sicherheit einer notwendigen neuen Solidarität schafft.
Diese muss, das wissen wir Margaretner, eine multiethnische sein, sie muss unabhängig davon sein, aus welchem Land der neue Margaretner zugezogen ist.
Solidarität war immer, ist immer und wird immer internationalistisch sein.
Ein internationalistisches Kapital macht das notwendiger denn je.
Im globalen Dorf Margareten könnten wir dazu einen wichtigen Beitrag leisten.