Willkommen bei Rotpunkt - KP÷ Margareten Sunday, 31. May 2020 @ 22:55

Einsiedlerplatz

  • Monday, 13. June 2005 @ 17:29
Archiv Bereits vor 10 Jahren hat man festgestellt, dass dieser Bezirksteil von Margareten eine der schlechtesten Wohngegenden Wiens ist. Jede 5te Wohnung hat das Klo am Gang und kein Bad. Auch Lifts, die besonders die √§lteren Menschen brauchen w√ľrden werden nicht gebaut. Hier leben viele ImmigantInnen und ausl√§ndische Kollegen, die keine Staatsb√ľrgerschaft haben und daher nicht in den Gemeindebau d√ľrfen.
Die Gebietsbetreuung tut sicher ihr Bestes, aber ihr sind die Hände gebunden, da es alleine von den privaten Hausbesitzern abhängt, ob etwas verbessert wird. Und die profitieren offensichtlich von den schlechten Wohnungen genug und sind nicht bereit etwas zu tun.

Das wollen wir ändern. Wir wollen, dass es in Margareten in der Zukunft keine Kategorie D und C Wohnungen mehr gibt. Dass jeder Haushalt WC und Bad in der Wohnung hat.
Drum wollen wir uns f√ľr ein Sonder-Wohnungs-Sanierungsprogramm stark machen,
das auch sicherstellt, dass die Mieter keine h√∂heren Mieten zahlen oder die Wohnung verlassen m√ľssen.
Wie soll das gehen.
Wir wollen, dass die Mieter die Mittel des Althaussanierungsfonds zur Wohnungsverbesserung in Anspruch nehmen k√∂nnen, dass einen weiteren Teil der Kosten die Gemeinde √ľbernimmt und dass der Rest durch Eigenleistung eingebracht werden kann.
Damit w√§re den Bewohnern und der lokalen Bauwirtschaft gedient und Margareten h√§tte keine Gegenden mehr, die immer verkommen, verslummen, Wettb√ľros und Umweltbelastungen aller Art nach sich ziehen und die Lebensqualit√§t jedes einzelnen vermindern.

Ein besonderes Anliegen sind uns die Wohnungen f√ľr junge Menschen.
Sie sind unsere Zukunft. Und wie wird mit dieser Zukunft umgegangen?
Viele Betriebe wollen sich keine Ausbildung der Jungen mehr leisten.
Aber ausgebildete Arbeiter wollen sie schon.
Viele Junge verlassen die Schule ohne Beurteilung.
Das ist Nicht gen√ľgend.
Die Jungen brauchen Möglichkeiten, sich kulturell und sportlich zu entwickeln.
Und dieser Bezirk meint, dass dazu einige Spielkäfige und ein Jugendzentrum das aus allen Nähten platzt reicht.

Ich bin der Meinung das reicht nicht.
Ebensowenig wie das Geld reicht, auf dem sogenannten ¬ďfreien¬ď Markt zu einer Wohnung zu kommen.
Daher bleiben die Jungen immer länger bei ihren Eltern wohnen,
Wir wollen daher mindestens 100 junge Wohnungen, die weit unter dem Marktpreis zur Verf√ľgung gestellt werden sollen.
Mit dieser Forderung werden wir die Bezirksvorstehung solange konfrontieren, bis sie
Margareten wirklich zum vorbildlichen sozialen Musterbezirk entwickelt.

Zum Wohnen braucht es aber auch eine attraktive Infrastruktur.
Deswegen nehmen wir den Wusch vieler nach einem Freibad im Einsiedlerpark auf.
Mit diesem Bau eines kleinen Freibades wären zwei Fliegen auf einem Schlag erwischt.
Es ist im langfristigen Bäderkonzept der Gemeinde vorgesehen, kleine und unprofitable
Sauna und Badeanstalten zu schlie√üen. Daraus ergibt sich fr√ľher oder sp√§ter auch eine Gefahr f√ľr die Einsiedler-Sauna.
Und was bei Gefahr in Verzug vom Herrn Bezirksvorsteher zu erwarten ist, wissen mittlerweile 10.000, die f√ľr das Margaretenbades unterschrieben haben und daf√ľr von Herrn Wimmer noch beschimpft wurden, w√§hrend er die Forderung nach sozialen Tarifen im Fitness Club Harris als unzumutbar f√ľr den Luxus-Fitness-Betreiber zur√ľckweist.
Also nichts.
Die Erweiterung der Einsiedlerparkanlage w√ľrde die Sauna langfristig sichern und die Lebensqualit√§t, speziell der Jungen und Familien erh√∂hen.

Zur Notwendigen Steigerung der Lebensqualit√§t in diesem Viertel geh√∂rt auch, Ma√ünahmen f√ľr die Sicherheit der Menschen im weitesten Sinne zu ergreifen.

Ein Baustein sollte die Schaffung von Konfliktregelungsstellen sein, an die man sich bei Konflikten aller Art wenden kann, die ein offenes Ohr f√ľr die tats√§chlichen Probleme der Mensch hat und in denen alle notwenigen Informationen erh√§ltlich sind.
Je stärker die soziale Unsicherheit durch die neoliberale kapitalistische Wirtschaftsdiktatur wird, desto wichtiger wird der Ausbau solidarischer Netzwerke, Strukturen und Vereinigungen, die die Sicherheit einer notwendigen neuen Solidarität schafft.
Diese muss, das wissen wir Margaretner, eine multiethnische sein, sie muss unabhängig davon sein, aus welchem Land der neue Margaretner zugezogen ist.
Solidarität war immer, ist immer und wird immer internationalistisch sein.
Ein internationalistisches Kapital macht das notwendiger denn je.
Im globalen Dorf Margareten könnten wir dazu einen wichtigen Beitrag leisten.