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Das Private Öffentliche privatisieren?

Standpunkte
  • Monday, 13. June 2005 @ 17:35
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das Kontrollamt ist das beste, was einer neoliberalen, absoluten Wiener SP-Stadt-Herrschaft passieren kann. Die Kontrollbeamten machten sich auf die Suche nach betriebswirtschaftlichem Brachland und erschnüffelten, gleich einem Trüffelschwein, 327 noch nicht verkommerzialisierte Ecken der Stadt, die vorerst noch "öffentliche Bedürfnisanstalten" genannt werden.
Das muss sich ändern, meinen die Kontrollore und empfehlen, "längerfristige Überlegungen hinsichtlich einer Ausgliederung des Betriebs der öffentlichen Bedürfnisanstalten anzustellen." Die (weisungsgebundene) MA 48 (Magistratsabteilung für Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark) hat zugesagt, derartige Überlegungen anzustellen. Damit die "Mistkübler" nicht das neoliberale Rad neu erfinden müssen, gibt ihnen das Kontrollamt eine Strategie mit auf den Weg, die in anderen Teilen der Zwangswirtschaft schon erfolgreich umgesetzt wird, so z. B. die Senkung der Betriebskosten durch die Schließung wenig frequentierter Anlagen. Grundlage der Privatisierung ist das Wiener WC-Konzept, das öffentliche Toiletteanlagen in ein genaues Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt.
Dieses Verhältnis beträgt übrigens im Arbeiterbezirk Rudolfsheim Fünfhaus ebenso wie in der gutbürgerlichen Josefstadt 1:11.000.