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Ein Denkmal fĆ¼r das Wiener Bezirksblatt

  • Saturday, 27. May 2006 @ 07:12

Vom 29. Mai bis 12. Juni 2006 sind rund 8600 AnrainerInnen des Bacherparks berechtigt, Ć¼ber den Bau der "Volksgarage" abzustimmen. Das Wiener Bezirksblatt, das massiv fĆ¼r den Bau wirbt, hat sich im Vorfeld der Befragung ein Denkmal fĆ¼r unwĆ¼rdigen Journalismus gesetzt. Als Gewinner der Ɯbersiedelung der AktivistInnen der BĆ¼rgerInneninitiative Bacherpark von ihrer Zeltstadt in einen Container am Rande der Parkanlage bezeichnet das Bezirksblatt die Margaretner Kinder. Weil jetzt ist es mƶglich, den Kinderspielplatz, so schreibt das Gratisblatt, "auf dem die Campierer sich ausgebreitet hatten, rechtzeitig zu Saisonbeginn wieder" zu errichten.

Bƶse, selbstgefƤllige AktivistInnen lautet hier der Vorwurf, der nicht beim Namen genannt wird. Die Frage, warum der Kinderspielplatz vor Saisonbeginn Ć¼berhaupt neu errichtet werden muss, ist eine Frage, die im Margaretner Bezirksblatt nicht Platz findet. Dass der Spielplatz genau von den Personen abgetragen wurde, die auf eine so kleine Art Politik machen, dass es ihnen ohne Scham mƶglich ist, sich hinter Kindern zu verschanzen, darf und wird folglich nicht erwƤhnt.

Ein kriecherisches Bezirksblatt produziert eben PR und nicht Journalismus. Das Ć¼berrascht auch nicht. Nur, dass der Schleimspur, die eine so willfƤhrige Berichterstattung zieht, im Bacherpark ein Denkmal gesetzt wurde, stĆ¶ĆŸt nun wirklich bitter auf. Denn als "Freizeitoase fĆ¼r Kinder" kann die einsame Schnecke (siehe Bild) wohl nicht angesehen werden.