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Was bleibt?

Wahlen
  • Monday, 16. October 2006 @ 19:03

Noch immer zieren Plakate und Aufkleber der KP in Margareten Stromksten und Straenlaternen. Doch diese berbleibseln der Materialstreuung werden in einigen Wochen verschwunden sein. Was aber vom Wahlkampf bleiben wird, ist die Tatsache, dass es der KP gelungen ist, sich als die einzige wahlpolitische Alternative zum Neoliberalismus zu positionieren. Eine Wahleinschtzung von Roman Gutsch. Gestern war ich Joggen. Im Schneckentempo. Ausgleich zum Wahlkampf. Vorbei am Stadtmobiliar, auf dem die KP in Form von Aufklebern in den letzten Wochen Platz genommen hat. Der Aufkleber am Papierkorb der Straenbahnhaltestelle wurde noch von keinen Fingerngeln belstigt. Unbeschadet hat er den Wahlkampf berstanden und was fr ihn gilt, stelle ich auer Atem fest, gilt auch fr die KP.
Die KP war schon lange nicht ffentlich so prsent wie in der vergangenen Wahlauseinandersetzung, hat Aufmerksamkeit erkmpft und kam dabei – was keine Selbstverstndlichkeit ist – nicht zu Schaden. Im Gegenteil: die KP hat inhaltlich Ecken gezeigt, glaubhaft, sympathisch und erfrischend radikal; Ecken, die bei anderen Parteien schon lngst abgelst oder zumindest angekratzt wurden, sofern sie je existierten.
Somit kann unabhngig vom Wahlausgang (Deportationsphantasien im Parlament, SP voraussichtlich mit einem VP-Programm in der Regierung) festgehalten werden, dass von der kollektiven Anstrengung des Wahlkampfes – die ich, weil in der KP wirklich wunderbare Menschen aktiv sind, als sehr lustvoll und schn empfand – mehr bleiben wird, als einige hundert Aufkleber auf noch nicht privatisierten Mistkbeln. Namentlich: eine KP, die sich sichtbar als linke Alternative positionieren konnte, die, wenn sie auch nicht in galoppierenden Ausmaen wchst, doch alles andere als im Schneckentempo voran kommt. Was bleibt da anderes brig, als den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und den rund 47000 Menschen, die KP whlten, zu beweisen, dass ihre Stimme keine verlorene war.