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Jahrestag der Parkbesetzung

  • Monday, 15. January 2007 @ 07:10

Das Winterfest zum ersten Jahrestag der Besetzung des Bacherparks fand bei Frühlingstemperaturen statt, Temperaturen, die den AktivistInnen im Vorjahr nicht gegönnt waren. Dennoch konnte die Besetzung drei Monate aufrecht gehalten und der Bau der Tiefgarage verhindert werden. Der Bacherpark funktioniert eben unabhängig vom Wetter. Um so wichtiger ist es, dass die geplante Neugestaltung sein Funktionieren nicht gefährdet. Bezirksvorsteher Kurt Wimmer will „das Funktionieren und die Akzeptanz seitens der Bevölkerung genau beobachten“ lassen, ehe eine Neugestaltung, die über die bislang erfolgte Baumpflanzung und den bald existierenden Ruhebereich hinausgehen, umgesetzt wird. Einen nochmaligen Bauchfleck im Hinblick auf den Bacherpark kann er sich auch kaum politisch leisten.

Eine umfassende Neugestaltung, die eventuell in eine Erweiterung münden wird, kann aber noch auf sich warten lassen, da hierfür angeblich die finanziellen Mittel fehlen. Leider, sagt BV Wimmer. Leider fehlen sie, behauptet er, da der Garagenbau verhindert wurde. Mit dieser Aussage hat er recht und unrecht zugleich.

Richtig ist, dass für die Oberflächenneugestaltung, nach deren vollständigen Zerstörung, die Betreiber der Volksgarage verantwortlich gewesen wären. Falsch ist so zu tun, als hätten die Betreiber wohltätig den Park verschönert. Immerhin hätten sie satte 3 Millionen Euro Subventionen von der Stadt Wien kassiert, eine Summe, die, wäre sie nur für die Umgestaltung vorgesehen, eine Erweiterung des Bacherpark über mehrere Straßenzüge hinweg erlauben würde. So kann sich aber Wimmer hinstellen und behaupten, dass aus budgetären Gründen eine Erweiterung des Areals nicht vor 2010 zu realisieren ist. Die nicht ausbezahlten Subventionen können ja nicht einfach einem anderen Zweck gewidmet werden.

Sein ob der politischen Niederlage beleidigtes Bedauern findet jedenfalls bei den ParkbenutzerInnen keine Resonanz: sie feiern ein Winterfest und beweisen erneut, dass der Park auch wie er jetzt ist, und vielleicht gerade weil er so ist wie er ist, sehr gut funktioniert. Also ganz im Sinne der Aussage „never change a winning team“, darf die Neugestaltung demnach ruhig ein langfristiges Projekt sein.