Willkommen bei Rotpunkt - KP÷ Margareten Sunday, 31. May 2020 @ 21:54

Jahrestag der Parkbesetzung

  • Monday, 15. January 2007 @ 07:10

Das Winterfest zum ersten Jahrestag der Besetzung des Bacherparks fand bei Fr√ľhlingstemperaturen statt, Temperaturen, die den AktivistInnen im Vorjahr nicht geg√∂nnt waren. Dennoch konnte die Besetzung drei Monate aufrecht gehalten und der Bau der Tiefgarage verhindert werden. Der Bacherpark funktioniert eben unabh√§ngig vom Wetter. Um so wichtiger ist es, dass die geplante Neugestaltung sein Funktionieren nicht gef√§hrdet. Bezirksvorsteher Kurt Wimmer will ‚Äědas Funktionieren und die Akzeptanz seitens der Bev√∂lkerung genau beobachten‚Äú lassen, ehe eine Neugestaltung, die √ľber die bislang erfolgte Baumpflanzung und den bald existierenden Ruhebereich hinausgehen, umgesetzt wird. Einen nochmaligen Bauchfleck im Hinblick auf den Bacherpark kann er sich auch kaum politisch leisten.

Eine umfassende Neugestaltung, die eventuell in eine Erweiterung m√ľnden wird, kann aber noch auf sich warten lassen, da hierf√ľr angeblich die finanziellen Mittel fehlen. Leider, sagt BV Wimmer. Leider fehlen sie, behauptet er, da der Garagenbau verhindert wurde. Mit dieser Aussage hat er recht und unrecht zugleich.

Richtig ist, dass f√ľr die Oberfl√§chenneugestaltung, nach deren vollst√§ndigen Zerst√∂rung, die Betreiber der Volksgarage verantwortlich gewesen w√§ren. Falsch ist so zu tun, als h√§tten die Betreiber wohlt√§tig den Park versch√∂nert. Immerhin h√§tten sie satte 3 Millionen Euro Subventionen von der Stadt Wien kassiert, eine Summe, die, w√§re sie nur f√ľr die Umgestaltung vorgesehen, eine Erweiterung des Bacherpark √ľber mehrere Stra√üenz√ľge hinweg erlauben w√ľrde. So kann sich aber Wimmer hinstellen und behaupten, dass aus budget√§ren Gr√ľnden eine Erweiterung des Areals nicht vor 2010 zu realisieren ist. Die nicht ausbezahlten Subventionen k√∂nnen ja nicht einfach einem anderen Zweck gewidmet werden.

Sein ob der politischen Niederlage beleidigtes Bedauern findet jedenfalls bei den ParkbenutzerInnen keine Resonanz: sie feiern ein Winterfest und beweisen erneut, dass der Park auch wie er jetzt ist, und vielleicht gerade weil er so ist wie er ist, sehr gut funktioniert. Also ganz im Sinne der Aussage ‚Äěnever change a winning team‚Äú, darf die Neugestaltung demnach ruhig ein langfristiges Projekt sein.