Themen

Termine

Es stehen keine Termine an

Willkommen bei Rotpunkt - KPÖ Margareten Sunday, 25. August 2019 @ 04:43

>

KPÖ-Frauen fordern: Die Scheren schließen!

  • Wednesday, 22. September 2010 @ 20:53

Wir Frauen arbeiten viel. Zu viel. Aber wir bekommen dafür ein Drittel weniger Lohn! Diesen Dauerskandal machen die KPÖ-Frauen am 27. September ab 16 Uhr am Siebenbrunnenplatz mit einer Aktion zum Thema. Sie forden das Schließen dieser Schere und aller Scheren ein, die Frauen diskriminieren. Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen beträgt auch bei der gleichen Ausbildung und Arbeitszeit ungefähr 30 Prozent. Obwohl Frauen zusätzlich den allergrößten Teil der unbezahlten familiären Arbeiten leisten. Auch im öffentlichen Dienst gibt es – trotz formaler Gleichstellung – krasse Unterschiede in den Einstufungen und Aufstiegschancen. Dazu kommt, dass zwei von fünf erwerbstätigen Frauen - das sind fast 40% - teilzeitbeschäftigt sind. Bei den Männern beträgt die Teilzeitquote nur 6 Prozent. Diese Einkommensschere und der Verlust von Versicherungszeiten wegen familiärer Betreuungspflichten bewirken, dass Frauen um ca. 45 Prozent weniger Pension bekommen als Männer und das führt zu Armut im Alter für Frauen.

Die Lohnschere und damit die Pensionsschere muss geschlossen werden. Die notwendige Arbeit zu Hause und am Arbeitsmarkt gerecht aufgeteilt werden.

Das Recht auf existenzsichernde Arbeit, Bildung und soziale Sicherheit muss für alle Menschen, die in Österreich leben gleich garantiert werden. Kein Mensch ist illegal! Es ist inakzeptabel, dass Tausende Margaretnerinnen vom Wahlrecht ausgeschlossen sind und noch schlechtere Voraussetzungen haben, um zu anständig entlohnten Arbeitsplätzen zu kommen.

Die Bildungsschere muss geschlossen werden! Bereits im Bildungssystem wird Kindern ihr zukünftiger Platz in der Gesellschaft zugewiesen. Noch immer besuchen viel zu viele Mädchen Schulen mit typisch weiblichem Ausbildungsprofil mit Kochen als Pflichtgegenstand, während sehr viele Burschen sich in Schulen mit technischem Schwerpunkt finden. Kinder mit migrantischem Hintergrund erhalten oft nicht die gleichen Chancen, sondern werden ihrer Bildungschancen beraubt. Frauen sind im Bildungswesen als Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen anzutreffen. Die prestigeträchtigeren und besser bezahlten Posten von Universitätsprofessoren bekleiden hingegen zu 95% noch immer Männer.

Das sind keine Bezirksfragen? Es sind die Fragen und Probleme mit denen die Frauen in Margareten, in Wien und im ganzen Land täglich leben. Wir verlangen von allen PolitikerInnen sich mit genau den Problemen auseinanderzusetzen, die das Leben der Menschen beeinträchtigen – überall.

Wir versprechen Widerspruch und lästige Fragen im Bezirksrat.