Vermögensverteilung in Margareten

Die KPÖ-Margareten veranstaltete in den letzten Monaten Armutslesungen, verteilte Armutszeugnisse an die verantwortlichen PolitikerInnen, schrieb und drehte Beiträge zum Thema Armut und startete eine Kampagne für einen Sozialmarkt in Margareten. Warum die KPÖ-Margareten das Armutsthema so in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rückt, zeigt Wolf Jurjans auf, indem er die ungleiche Reichtumsverteilung auf Margareten umlegt. 1 Prozent der Bevölkerung verfügt über ein Drittel des Vermögens in Österreich, während sich das zweite Drittel im Besitz von weiteren 10 Prozent befindet. Der Rest – das letzte Drittel – gehört mir, euch, ihnen und den anderen 90 Prozent. Für Margareten heißt das statistisch, dass von 50000 MargaretnerInnen 500 Personen über ein Drittel des Margaretner Reichtums verfügen, 5000 über das zweite Drittel und 44500 über das letzte Drittel.

Diese 500 wollen die Staatsschulden, die sich jetzt angehäuft haben, um ihre Banken zu erhalten, die sie selbst in den Crash getrieben und an denen sie gut verdient haben, nicht selbst zahlen. Das sollen, geht es nach ihnen, die 44500 tun, die ohnehin bescheiden leben müssen.

Um diese Zahlungen zum Gesetz machen zu können, brauchen sie Abgeordnete, die diese Gesetze beschließen. Und diese Abgeordneten kommen aus den Reihen der SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ, während der Widerstand gegen diesen unsozialen Wahnsinn von vielen AkteurInnen der Zivilgesellschaft und auch von der KPÖ organisiert und getragen wird.

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Videotipp: Die Ästhetik der ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung nahm der deutsche Kabarettist Georg Schramm aufs Korn.


Rotpunkt - KPÖ Margareten
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