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Margarentbad: KPÖ fordert Exklusivität für Alle

  • Friday, 17. December 2004 @ 01:21
Archiv Wien (OTS) - Am 17. Dezember wird der Wiener Gemeinderat durch die Änderung des Baurechtsvertrages (der eigentlich den Betrieb des Margaretenbades hätte absichern sollen), die rechtliche Voraussetzung dafür schaffen, dass der "John Harris Exklusiv Fitness Club" am Standort 1050 Wien, Strobachgasse 7-9, seine Vorstellungen von Exklusivität in die Tat umsetzen kann. Damit hat das konsequente Schweigen des Bürgermeisters, das an der Nase Herumführen der überparteilichen Plattform "Rettet das Margaretenbad" und das Ignorieren von 10.000 Unterschriften sein
vorläufiges, beschämendes Ende gefunden. Statt des beliebten Erlebnis- und Familienbades für "Normalsterbliche" soll nun also ein EXKLUSIV Club (290 Euro Einschreibgebühr, 99 Euro Monatspreis, 25,50
Euro Tageskarte) den Jungen, den SeniorInnen und Familien ihr Bedürfnis nach Gesundheit und Erholung befriedigen.

Die KPÖ appelliert an die sozialdemokratischen Gemeinderäte, sich
der Tragweite und der politischen Bedeutung dieses Beschlusses bewusst zu werden und ihn zu verhindern. Sollte diese einzigartige
und zynische Provokation jedes halbweges gesunden, sozialen Hausverstandes doch zustande kommen, muss klar sein, dass dies nicht der Schlussstrich unter ein unrühmliches Kapitel neoliberaler Stadtpolitik sein wird, sondern der Beginn der nächsten Etappe der
Auseinandersetzung.

Sollte, wider alle Vernunft, die de facto Schließung des Margaretenbades durchgezogen werden, werden die zornigen und erfinderischen MargaretnerInnen ihre Hände nicht in den Schoß legen.

Als eine der nächsten Maßnahmen kündigte KP-Sprecher Wolf Jurjans die Gründung des Vereins "Club Margaretenbad: EXCLUSIVITÄT FÜR ALLE" an, dessen ausschließlicher Vereinszweck die Durchsetzung von sozialen - Tarifen in dem - wie auch immer umgebauten - Bad sein wird.

Die ersten Clubmitglieder machen sich schon fit. Dem Ausgrenzen immer größerer Bevölkerungsgruppen durch Privatisierung und
Exklusivierung muss ein Riegel vorgeschoben werden. Wenn sich VolksvertreterInnen heute nicht mehr an ihre soziale Verantwortung gebunden fühlen, wird die Bevölkerung Mittel und Wege finden, sie aus ihrer Abgehobenheit auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen.

Rückfragehinweis:
KPÖ
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