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Prekär arbeiten, prekär leben

  • Monday, 1. January 2007 @ 19:19

Der neoliberale Umbau von Staat und Gesellschaft fordert von immer mehr Menschen sich mit einem unsicheren, flexiblen Alltag zu arrangieren. Prekäre Arbeitsbedingungen führen vielfach zu Verelendung, werden aber auch von einigen als Chance erlebt, aus einem uniformierten Lebensentwurf auszubrechen.
Die KPÖ-Margareten diskutiert am 10. Jänner 2007 mit Heidi Ambrosch, der Frauenvorsitzenden der KPÖ-Wien, über das prekäre Leben zwischen Freiheit und Zwang, gesellschaftlicher Kreativität und massenhafter Verarmung.
Der Wunsch, aus der Überschaubarkeit, Planbarkeit eines vom Fordismus geprägten Lebens auszubrechen, ist keiner, der völlig obsolet wurde, allerdings wich die Verunsicherung über die Eintönigkeit des Alltags vielfach bereits der postfordistischen Unsicherheit des Alltags.

Das entstandene Prekariat ist demnach weit davon entfernt, einen monolithischen Block zu bilden. Nicht alle, die atypisch beschäftigt sind, ihr Tagebuch nicht bis zur Pensionierung im Voraus schreiben können, gehören der sogenannten "Neuen Unterschicht" an. Die Lebensqualität der Prekarisierten, die flexibel, mobil und sozial kaum oder überhaupt nicht abgesichert ihr Leben managen müssen, weicht erheblich voneinander ab.

Wie u.a. vor diesem Hintergrund die Organisierung und/oder politische Selbstorganisation der Betroffenen aussehen kann, welche Formen des Widerstandes gefunden werden können, welche gesellschaftlichen Entwicklungen zu erwarten sind, wenn die Zahl der prekär Beschäftigten noch weiter ansteigt, all dies sind Fragen, die sich die KPÖ-Margareten an diesem Abend stellen wird.

Diskussionsveranstaltung
Prekär arbeiten, prekär leben
10. Jänner 2007
Beginn: 19:00 Uhr
Rotpunkt
Reinprechtsdorferstraße 6
1050 Wien


Heidi Ambrosch