Willkommen bei Rotpunkt - KPÖ Margareten Saturday, 4. December 2021 @ 15:29

post.at statt post.ade

  • Tuesday, 6. January 2009 @ 09:32

Der Gewerkschaftliche Linksblock hat die Initiative "Solidarität mit meinem Postamt, mit meinem/r Postler/in" gestartet und eine Onlinepetition mit den folgenden Forderungen aufgelegt:

*Rückführung der Post und Telekom in öffentliches Eigentum und verfassungsmässiger Schutz desselben

*Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit ausreichend Personal und Filialnetz

* Ein Branchen-Kollektivvertrag der auch für private Postdienste gilt mit einem gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde

*Aufhebung der Liberalisierungsrichtlinien der EU Viele haben vor dem Börsengang, der Privatisierung der Post gewarnt. In der 2005 vom GLB an den Nationalrat gerichteten Petition „Für die Erhaltung der Post im öffentlichen Eigentum“ heißt es: „Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig.“ Die Weichenstellung zur Privatisierung der Post erfolgte 1996 mit der Ausgliederung aus dem Budget. Unterstützt wurde die Ausgliederung von der SPÖ als Regierungspartei.

In der Folge wurde die ehemals einheitliche Post geteilt, die Telekom teilprivatisiert, die PSK verkauft, der Postbus an die ÖBB übertragen und die verbleibende „Gelbe Post“ seit Jahren einer Rosskur (bereits 900 Postämter geschlossen) nach der anderen unterworfen.

Das Ergebnis der Privatisierung, Aktionäre scheffeln kräftig Profit und mit den neuerlichen Postamtsschließungen und Personalabbau soll die Post für die EU-weite Liberalisierung „fit“ gemacht werden.

Noch soviel Getöse, weder von PolitkerInnen von SPÖ, noch von ÖVP können darüber hinwegtäuschen, dass der jetztige Angriff auf unsere Postler und Postlerinnen, auf unsere Postämter von den gleichen PolitikerInnen zu verantworten ist.

Widerstand ist notwendig, und dass auf allen Ebenen, in der Gewerkschaft durch Kampf um jeden Arbeitsplatz, in der Kommune im Kampf um jeden Postamt-Standort und von jedem/r Einzelnen durch Solidarität für seinem/ihrer Postler/in und Postamt.